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Hochzeit unter Freunden im Riverboat

Traumhochzeit unter Freunden in Leipzig. Vorbereitungsshooting

Sie kommt aus Frankfurt, er aus einem kleinen Ort nahe Leipzig. Kennen gelernt haben sich die beiden im traumhaften Irland, bei einem Austauschprogramm. „Anfangs fand ich Torsten total angeberisch, er wusste einfach alles und hatte zu allem was zu sagen,“ meinte Anne zu mir einmal lachend. Dann strahlten ihre Augen als sie sagte: „Aber dann unterhielten wir uns auch mal alleine, entdeckten Gemeinsamkeiten, immer mehr bis wir automatisch die Nähe zueinander suchten. Plötzlich liebte ich, wie viel er wusste und hing ihm an den Lippen. Er teilte sein Wissen sehr gern, besonders aus Freude an den Ländern und Kulturen – und er weiß so viel! Wir bereisten viele Ecken Irlands zusammen und als sich das 6-wöchige Programm dem Ende näherte, war uns klar, dass wir zusammenbleiben werden.“ Sie besuchten Annes Schwester in Südafrika, überstanden Fernbeziehungen innerhalb Deutschlands und zogen schließlich zusammen nach Stuttgart. Ihre letzte große Reise ging nach Bali, wo Torsten seiner Anne nach vielen gemeinsamen Jahren die magischen vier Worte fragte.

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Ich traf das aufgeregte Brautpaar am morgen eines regnerischen Septembertages in einem mehrsterne Hotel am Mendebrunnen. „Das mussten wir uns einfach gönnen!“ begrüßte Anne mich mit einem Lachen auf den Lippen. Die Kosmetikerin war bereits angekommen und schminkte das 1,60 große Energiebündel. Die Gardinen des Hotelzimmers waren zur Seite geschoben und eröffneten den Blick auf das turbulente Alltagsgeschehen vor dem Hotel. Annes Schwester und Mutter waren bereits vor Ort und betüttelten die Jüngste mit liebevollen Worten. Es wurde viel Gelacht und die talentierte Mutter nähte noch kurzerhand Meikes Kleid um, während ich im Raum umherturnte und das Treiben einzufangen versuchte.

Nach der ersten halben Stunde ging ich über den Flur zum angehenden Bräutigam. Torsten öffnete mir mit einem Strahlen die Tür – er war genau so hibbelig wie seine Verlobte, die sich nur wenige Meter von ihm entfernt zurechtmachte und doch unerreichbar war – zumindest für den Augenblick. Wir unterhielten uns ein wenig, während er sich ankleidete und ich machte einige Fotos – ganz unauffällig, um die Nervosität nicht weiter anzuheizen. „Hast du Hunger?“ fragte Torsten mich mit Blick auf den gefüllten Cater-Wagen in der Ecke. Er war nahezu unangetastet. Dann klopfte es an der Tür und Torsten sprang auf. Freudig begrüßte er seinen Bruder mit dessen kleinen Familie, die Stimmung war gelöst. Sein kleiner Neffe schaute meine Kamera zunächst mit großen Augen an, doch weil sie kein plötzliches Eigenleben entwickelte oder anfing, laute Geräusche von sich zu geben, war das Interesse auch schnell vergessen.

Ich hielt fest, wie Torsten von seinen Verwandten eingekleidet wurde und unterhielt mich noch etwas mit der Gesellschaft, bevor ich zurück in die Hochzeitssuite huschte. Die Stylistin fixierte grade Annes schweren Haare zu einer kunstvollen Flechtfrisur, während alle Frauen fröhlich schnatterten und lachten. „So, fertig!“ sagte sie und entließ die Braut ins Bad, damit sie sich betrachten konnte. „Gefällt mir super,“ sagte Anne lächelnd und sie erhielt zustimmendes Murmeln von allen Seiten. Ihre Schwester nahm ihr Kleid und brachte es in das geräumige Badezimmer. Als Anne wenige Minuten später herauskam, hielten alle den Atem an. Die Braut war rundum gelungen, die Frauen waren bereit für die Trauung. Nach einigen weiteren Fotos bat Anne dann um einen Moment für sich. „Ich bin echt aufgeregt,“ sagte sie, ihr Gesicht vor Nervosität angespannt. „Wie ging es Torsten?“ fragte sie mich mit großen Augen und ich antwortete nur: „Der freut sich genauso sehr wie du.“ Sie lächelte und verabschiedete mich mit einer festen Umarmung.

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Autor:

Ich arbeite als Fotografin, Gestalterin und Filmerin weltweit, Zuhause bin ich in Hamburg. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf Fotografie und Film, Corporate- und Editorial Design. Wenn ihr mehr über mich erfahren möchtet, schaut auf der "Das KutterKind"-Seite vorbei, ruft meinen Reiseblog RiekesFairytales auf oder schreibt mir einfach eine Mail. Ich freu mich, von euch zu hören!

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